Barrierefreier Umbau von Bad und Zuhause Tipps Kosten Förderung Checkliste
Stellen Sie sich vor, Sie oder ein Angehöriger bewegen sich nicht mehr so sicher wie früher. Treppenstufen, enge Türen oder eine hohe Badewanne werden zur Herausforderung. Genau hier hilft ein barrierefreier Umbau. Er macht Ihr Zuhause sicherer und unabhängiger. Wir unterstützen Sie gerne mit Tipps und Ideen. In diesem Ratgeber zeigen wir sinnvolle Umbaumaßnahmen, klären Fördermöglichkeiten und geben eine praktische Checkliste. So wird der Einstieg leicht.
Warum lohnt sich ein barrierefreier Umbau?
Viele Menschen wünschen sich, länger in der eigenen Wohnung zu bleiben. Ein angepasstes Badezimmer verhindert Stürze und erleichtert den Alltag. Besonders das Bad ist ein Risikobereich. Rutschige Böden, hohe Wannen oder fehlende Griffe machen es gefährlich. Mit gezielten Änderungen bleibt alles greifbar und „nah“. Und das Beste: Es gibt Förderungen, die die Kosten senken. Lassen Sie uns starten mit den wichtigsten Maßnahmen.
Sinnvolle Umbaumaßnahmen im Badezimmer
Beginnen Sie „klein“, wenn der Etat knapp ist. Haltegriffe und Stützgriffe sind ein toller Einstieg. Sie kosten unter 1000 Euro und bieten sofort mehr Sicherheit. Montieren Sie sie an Wand, WC oder Dusche. Achten Sie auf stabile Modelle, die auch nass greifbar sind. Eine Toilettensitzerhöhung kostet ab 30 Euro und erleichtert das Aufstehen. Antirutschmatten für Boden und Wanne gibt es ab 10 Euro. Diese schnellen Helfer wirken Wunder, ohne großes Chaos.
Geht es um Duschen, empfehlen wir den Umbau der Badewanne zur Dusche. Das spart Platz und macht alles ebenerdig. Kosten: 4000 bis 6000 Euro. Eine bodengleiche Dusche mit rutschfestem Belag kostet circa 5000 bis 12000 Euro. Wählen Sie einen Duschsitz ab 40 Euro oder einen Klappsitz. Ein Vorhang statt Glaswand spart Geld. Für Wannenliebhaber: Eine Wanne mit Tür ab 2000 Euro oder ein Badewannenlift ab 300 Euro. Diese Optionen erlauben Duschen und Baden ohne Ausstiegsschwierigkeiten.
Das WC sollte höhenverstellbar sein, ab 1900 bis 3000 Euro. Ein unterfahrbares Waschbecken mit Beinfreiraum passt perfekt für Rollstühle. Fügen Sie einen flachen Siphon hinzu. Türen verbreitern? Ab 400 Euro. Wichtig: Mindestens 90 Zentimeter Breite für bequemes Passieren. Rutschfeste Fliesen und gute Beleuchtung runden das Paket ab. Bei einem 6-Quadratmeter-Bad rechnen Sie mit mindestens 8000 Euro für eine solide Anpassung. Inklusive Demontage, Fliesen, Elektro und Heizung.
Nicht nur das Bad: Passen Sie den Rest an
Barrierefreiheit geht über das Badezimmer hinaus. Verbreitern Sie Haus- und Wohnungstüren, Kosten ab 3800 Euro. Schwellen abbauen schafft ebene Wege, ab 3800 Euro. Rampen oder Treppenlifte kosten 7800 Euro im Schnitt. Notrufsysteme mit Bewegungsmeldern ab 4000 Euro sorgen für Sicherheit. Breitere Flure und Wendeflächen erleichtern das Leben im Rollstuhl. Ein Komplettumbau für alle Räume kann bis zu 24500 Euro kosten, ist aber schrittweise machbar. Übrigens: 79 Prozent der Umbauten betreffen Sanitärräume, der Rest folgt logisch.
Kosten im Überblick: Transparent und planbar
Kein fester Preis für alles. Es hängt von Größe, Material und Umfang ab. Hier eine Übersicht:
- Kurzfristige Maßnahmen (schnell und günstig):
- Haltegriffe: ab 30 Euro
- Duschstuhl: ab 40 Euro
- Antirutschmatten: ab 10 Euro
- Toilettensitzerhöhung: ab 30 Euro
- Langfristige Maßnahmen (nachhaltig):
- Wanne zu Dusche: 4000 bis 6000 Euro
- Bodengleiche Dusche: 5000 bis 12000 Euro
- Barrierefreies WC: 1900 bis 3000 Euro
- Wanne mit Tür: 2000 bis 5000 Euro
- Höhenverstellbares WC: ab 4000 Euro
- Komplettbad (7 qm): circa 10000 Euro
- Vollumbau (6 qm): ab 8000 Euro
- Große Sanierung: 15000 bis 35000 Euro
Ein Teilumbau ist ab 4180 Euro möglich, eine Dusche kann in 2-3 Tagen umgebaut werden. Material wie Fliesen oder Rohre addieren 1500 Euro oder mehr hinzu. Holen Sie immer mehrere Angebote ein. Überfliesen spart Arbeit, ein Duschvorhang Geld.
Förderungen und Zuschüsse: Machen Sie es leichter
Gute Nachrichten: Der Staat hilft. Bei einem anerkannten Pflegegrad zahlt die Pflegekasse bis zu 4180 Euro für „Wohnumfeldverbesserungen“. Seit Januar 2025 ist dies der aktuelle Betrag. Beantragen Sie es frühzeitig bei Ihrer Kasse.
Die KfW bietet „Zuschüsse“ an: 10 bis 12,5 Prozent der Kosten, bis zu 6250 Euro pro Maßnahme. Oder Sie nutzen zinsgünstige Kredite bis 50000 Euro. Ideal für Bäder und weitere Anpassungen.
Krankenkassen übernehmen „Hilfsmittel“ wie Griffe, Sitze oder Lifte. Lassen Sie dazu eine ärztliche Verordnung ausstellen und genehmigen.
Weitere Tipps: Die Kosten können unter Umständen als außergewöhnliche Belastung steuerlich absetzbar sein. Für Mieter: Vermieter sind oft „mit an Bord“, und Förderungen greifen auch hier. Prüfen Sie dies vorab.
Checkliste für die Umsetzung: Schritt für Schritt
- Bedarf prüfen: Wer nutzt das Bad? Welche Einschränkungen gibt es? Messen Sie Raum und Türen genau aus.
- Profis kontaktieren: Holen Sie 3-5 Angebote von zertifizierten Firmen ein. Fragen Sie nach „schlüsselfertigen“ Lösungen oder Paketen.
- Förderung klären: Besteht ein Pflegegrad? Stellen Sie den KfW-Antrag. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über nötige Hilfsmittel.
- Planen: Zeichnen Sie Skizzen. Priorisieren Sie die wichtigsten Änderungen wie Dusche und Griffe.
- Zeitplan: Ein Teilumbau kann bereits in 2-5 Tagen abgeschlossen sein. Baden ist währenddessen bei manchen Varianten weiterhin möglich.
- Auswählen: Achten Sie auf rutschfeste, stabile und pflegeleichte Materialien. Ein LED-Licht mit Sensor erhöht den Komfort.
- Umsetzen: Überwachen Sie die Arbeiten. Testen Sie alles gründlich nach Fertigstellung.
- Nachsorgen: Planen Sie regelmäßige Wartung ein. Richten Sie bei Bedarf ein Notrufsystem ein.
Mit dieser Liste wird aus der Idee Realität. Ein barrierefreies Zuhause stärkt die Lebensqualität. Es fühlt sich gut an, sich sicher zu bewegen.
Kontaktieren Sie uns für persönliche Beratung. Wir machen Ihren Alltag leichter und positiver. Bleiben Sie unabhängig, länger zu Hause. Der Umbau lohnt sich – für Sie und Ihre Liebsten.


