Nachbarschaftshilfe und Ehrenamt Wege zur Alltagsunterstützung

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Im Alter oder bei gesundheitlichen Einschränkungen wird der Alltag manchmal zur Herausforderung. Einkaufen gehen, Haushaltsaufgaben, Arztbesuche oder einfach nur ein wenig Gesellschaft – vieles wird plötzlich anstrengender oder unmöglich. Genau hier setzt die Nachbarschaftshilfe an. Sie ist weit mehr als nur praktische Unterstützung. Sie ist ein Zeichen von Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und ein wichtiger Baustein, um möglichst lange selbstbestimmt zu Hause leben zu können.

Aber was genau ist Nachbarschaftshilfe eigentlich? Und wo findet man solche Unterstützung? In diesem Blog-Beitrag möchten wir Ihnen einen umfassenden Überblick geben, damit Sie wissen, welche Möglichkeiten es gibt und wie Sie von ihnen profitieren können.

Was versteht man unter Nachbarschaftshilfe?

Nachbarschaftshilfe beschreibt eine wertvolle Form der gegenseitigen Unterstützung, die Menschen in ihrem sozialen Umfeld füreinander erbringen. Es geht nicht um spezialisierte medizinische oder pflegerische Fachleistungen, sondern um praktische Hilfe im alltäglichen Leben. Nachbarschaftshelfer sind engagierte Menschen, die sich freiwillig Zeit nehmen, um anderen zu helfen. Sie tun dies aus Überzeugung und Nächstenliebe, erhalten dafür eine angemessene Aufwandsentschädigung.

Das Besondere an der Nachbarschaftshilfe ist der persönliche Ansatz. Es geht darum, dass vertraute Gesichter helfen, dass echte Beziehungen entstehen und dass Menschen sich nicht allein gelassen fühlen. Besonders für ältere Menschen kann dies einen großen Unterschied machen, denn Einsamkeit ist ein ernstes Problem, dem Nachbarschaftshilfe entgegenwirkt.

Welche Aufgaben gehören zur Nachbarschaftshilfe?

Die praktischen Aufgaben der Nachbarschaftshilfe sind vielfältig und orientieren sich an dem, was im alltäglichen Leben gebraucht wird. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Gemeinsame Einkäufe und Unterstützung im Haushalt, wie leichte Putzarbeiten oder das Einräumen der Spülmaschine.
  • Begleitung zu Arztbesuchen und Behördengängen.
  • Organisation gemeinsamer Spaziergänge, Besuche von Friedhöfen oder Begleitung zu Veranstaltungen.
  • Pflege sozialer Kontakte, wie gemeinsames Zeit verbringen, Gespräche führen, Gesellschaftsspiele spielen oder vorlesen.
  • Gemeinsames Kochen mit der zu betreuenden Person oder Unterstützung bei Gartenarbeit.
  • Kleine handwerkliche Tätigkeiten oder die Unterstützung bei Hobbys.

Ein wichtiger Punkt: Nachbarschaftshelfer übernehmen keine fachpflegerischen oder medizinischen Aufgaben. Das ist bewusst so gestaltet, denn diese Aufgaben erfordern spezialisierte Ausbildung und Qualifikation. Nachbarschaftshilfe ergänzt daher professionelle Pflegeangebote sinnvoll, ersetzt sie aber nicht.

Warum ist Nachbarschaftshilfe so wichtig?

Die Gründe sind vielfältig.

  • Nachbarschaftshilfe entlastet pflegende Angehörige erheblich. Diese können endlich wieder durchatmen, sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern und bekommen eine verdiente Auszeit.
  • Gleichzeitig trägt die Nachbarschaftshilfe wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität von pflegebedürftigen und älteren Menschen bei.
  • Ein großer Vorteil ist auch die Förderung der Selbstständigkeit. Durch die unterstützenden Angebote können Menschen länger in ihrer eigenen vertrauten Umgebung bleiben und ihren Alltag selbstbestimmt bewältigen. Das ist für die meisten Menschen ein großer Wunsch.
  • Die Nachbarschaftshilfe hilft zudem, Vereinsamung im Alter zu bekämpfen, indem sie Menschen zusammenbringt und echte Kontakte fördert.
  • Besonders auf dem Land ist Nachbarschaftshilfe oft von großer Bedeutung, denn dort kann die Versorgung durch professionelle Pflegedienste lückenhaft sein. Hier zeigt sich die Nachbarschaftshilfe als unverzichtbares Angebot für viele Menschen.

Wo kann man Nachbarschaftshilfe organisieren?

Die gute Nachricht: Es gibt verschiedene Wege, um Nachbarschaftshilfe zu finden und zu organisieren:

  • Viele Städte und Gemeinden haben lokale Initiativen und Vereine gegründet, die sich genau dieser Aufgabe widmen. Diese Organisationen vermitteln zwischen Helfern und Hilfebedürftigen und kümmern sich um Koordination und Organisation. Sie wissen, wer in der Gegend Unterstützung braucht und wer bereit ist zu helfen.
  • Auch Pflegedienste wie die Musterfirma GmbH 2 können eine wichtige Anlaufstelle sein. Sie kennen ihre Kunden, verstehen deren Bedarf und können häufig gezielt Nachbarschaftshilfe vermitteln oder organisieren. Pflegedienste arbeiten oft mit lokalen Netzwerken zusammen und können somit helfen, die richtige Unterstützung zu finden.
  • Darüber hinaus gibt es Nachbarschaftshilfezentralen, die sich spezialisiert auf diese Vermittlung haben. Auch Sozialstationen, Seniorenzentren oder Gemeindezentren können Informationen bereitstellen. Der erste Schritt ist oft, bei der eigenen Gemeinde oder Stadt nachzufragen, welche Angebote es gibt.

Finanzierung durch die Pflegekasse

Ein weiterer positiver Aspekt: Nachbarschaftshilfe kann durch die Pflegeversicherung finanziert werden. Wenn ein anerkannter Pflegegrad vorhanden ist und die Nachbarschaftshilfe die notwendigen Voraussetzungen erfüllt, kann der sogenannte Entlastungsbetrag genutzt werden. Dieser beträgt 131 Euro pro Monat und kann für anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag eingesetzt werden.

Das Praktische daran: Der Entlastungsbetrag kann sogar angespart und zeitlich flexibel genutzt werden. Das bedeutet, Sie können mehrere Monate sammeln und dann für einen größeren Einsatz nutzen, zum Beispiel wenn nach einem Krankenhausaufenthalt verstärkte Unterstützung nötig ist.

Wie wird man selbst Nachbarschaftshelfer?

Falls Sie überlegen, selbst als Nachbarschaftshelfer tätig zu werden: Das ist eine wunderbare Idee. Um anerkannt zu werden und eine Aufwandsentschädigung über die Pflegeversicherung zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Diese unterscheiden sich je nach Bundesland. In den meisten Fällen ist eine Schulung oder Fortbildung erforderlich, und es gibt bestimmte Qualifikationsanforderungen.

Die gute Nachricht: Diese Anforderungen sind überschaubar und machbar. Viele lokale Organisationen bieten entsprechende Schulungen an. Zudem können Sie als ehrenamtlich Engagierter von Vorteilen profitieren, zum Beispiel durch eine Ehrenamtskarte, die Vergünstigungen in vielen öffentlichen Einrichtungen mit sich bringt.

Fazit: Gemeinsam sind wir stark

Nachbarschaftshilfe lebt von Menschlichkeit, gegenseitiger Unterstützung und dem Vertrauen in die Kraft von Gemeinschaft. Sie ermöglicht es Menschen, länger selbstbestimmt zu Hause zu leben. Sie entlastet Angehörige und schafft echte Kontakte zwischen Menschen. Sie beugt Einsamkeit vor und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Wenn Sie Unterstützung im Alltag benötigen oder selbst Nachbarschaftshilfe organisieren möchten, sprechen Sie mit lokalen Initiativen, Vereinen oder Pflegediensten. Die Musterfirma GmbH 2 unterstützt Sie gerne bei der Suche nach geeigneten Angeboten in Ihrer Nähe. Denn eines ist klar: Niemand muss Herausforderungen des Alltags alleine meistern. Es gibt Hilfe, es gibt Menschen, die gerne unterstützen, und es gibt Strukturen, die dies möglich machen.